Lager

"ConQuest of Mythodea"

Rittergut Brokeloh bei Hannover;

zusammen mit "Khamsin" und "Perlatentia"

02. - 05.08.2007

     
   

Übersetzung der Aufzeichnungen von HadaraH und Nik'arach Alalai in die Gefilde des LARP:

"Mythodea -

fremder, geheimnisvoller Kontinent im Nirgendwo (im Norden im fernen Brokeloh), dorthin wo die 5 Elemente mit der ewigen Finsternis streiten (wo es also wie überall in Deutschland regnet), dorthin also waren wir geladen. Zur Verstärkung der südländischen Kräfte, die auf diesem fremden Kontinent weilen, um dort der unbarmherzigen Sonne und dem lidlosen Auge zu huldigen, dem Kult mit dem Tanz der Stammesfrauen zu verbreiten (Tribaltanz). Arzo und Bene vom Stamm "Khamsin" hatten uns gerufen und so kamen wir übers große Meer und landeten bei tosenden Stürmen an den Küsten Brokelohs. Da es sich um ein weitläufiges Gelände handelt, bei dem die Landung mit Schiffen fast überall möglich ist, es aber von strengen Wächtern nur so wimmelt, die peinlichst genau darauf achten, dass der Kontinent nur von jenen betreten wird, die in ihren Augen würdig sind (so genannte SL aller Hierarchien, kurz auch Orga genannt), mußten wir mehrere Anläufe nehmen, bis wir an unser Ziel gelangten: Eine Stadt an der Küste (Zeltlager mit Händlerständen nahe am Parkplatz) voller merkwürdiger Gestalten: Piraten, Kriegsknechte fast aller menschlichen Völker, magisch Begabte, Bauern, Händler, Handwerker und sogar Orks ! Des weiteren entdeckten wir auf unseren Erkundungszügen eine Festung einer Nekromantin und einer Gruppe, die sich übersetzt "Krieger des schwarzen Eises" nennen - es roch schon früh nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Nun ja, ich schweife ab.

Wir gelangten also ins Lager unserer verbündeten Stämme und wurden unserer südländischen Sitte und Gastfreundschaft folgend mit einem heißen Tee begrüßt. Nach den üblichen freundlichen Worten, Treuebezeugungen und vorsichtigen Beratungen entschieden wir uns, trotz des widrigen Wetters unsere Zelte aufzuschlagen - es sei gesagt, dass in diesen Ländern erstaunlicherweise das Wasser vom Himmel kommt und zwar in großen Mengen und zu allen Jahreszeiten, was uns Wüstenvolk immer in Erstaunen versetzt. Wir begannen, uns mit dem Neuen zunehmend bekannt zu machen, kannten die Stämme doch bereits all die seltsamen Umgangsformen der Völker Mythodeas und bewunderten Größe und Ordnung der 'Stadt', die trotz des scheinbaren Chaos funktionierte. Wir konnten eine wundersame und unserem Kult sehr verwandte Darbietung dreier Damen beobachten, die mit Feuer tanzten, etwas, was uns Haradrim im Süden gleichfalls vertraut ist, allerdings tanzten die Damen allein zur Belustigung des Publikums.

Am nächsten Tage verbanden wir unser gemeinsames Zeltlager strenger miteinander und befestigten es stärker, hatten wir doch am Tage zuvor mitansehen müssen, wie unser Verbündeter 'Bene' einem Trunkenbold, der durch das Lager unserer heiligen Tänzerinnen torkelte, Manieren mit den Fäusten erläutern mußte - ich hätte unserem Kulte folgend strenger gehandelt, was aber in fremder Umgebung zu einem raschen Ende unserer Erkundungen geführt hätte. Weiteren Versuchen, den Boden unserer Tänzerinnen zu entweihen, konnte mit Drohgebärden und harschen Worten getrotzt werden. Hier muss gesagt werden, dass wir uns der Freundschaft einiger etwas tumber, aber sehr tapferer und kampffreudiger 'Barbaren' versicherten - manche von uns glauben, dass einige Südländer als Spione in deren Reihen stehen, wer weiß ?

Die Tänzerinnen des Stammes "Perlatentia" und die Herrin des Stammes "Khamsin" ( Arzo ) tanzten an mancherlei Orten und verbreiteten so den Kult der Südländer, was zu allerlei Einladungen führte ( genau das, was wir beabsichtigt hatten ). Sobald das Licht ins Dunkel zu treten begann und die Sonne der Nacht Platz machte, marschierten wir alle in die von uns erspähten Lager der dunklen Mächte. Dort gewannen die Tänzerinnen, unter Ihnen auch HadaraH, das Wohlwollen der finsteren Kräfte, auf dass sie uns zugetan sind und uns vor dem drohenden Kriege verschonten; ich muss gestehen, dass die Tänzerinnen sicher den Kampfgeist der dunklen Horden anstachelten, was wir natürlich nur beabsichtigt hatten - die schwarze Schlange kommt in Stille.

Des nächtens waren wir zu Gast bei einem mir unbekannten Stamm oder eher einer kleinen Volksgruppe der Südländer, möglicherweise Abtrünnige, die eine Tänzerin in ihrem Stamm besitzen, die den Kult der Südländer, den Tanz, wohl beherrschte und auch zeigte. Sie hatte am 'Wettbewerb der Tänzerinnen' teilgenommen, den ein südländischer Händler veranstaltet hatte, und einen guten Platz bekommen.

Spät in finsterster Nacht gingen wir ein großes Wagnis ein, als wir uns dazu entschieden, unsere Tänzerinnen in das Lager der Orks zu führen, auf Einladung eines großen Uruk - Hauptmanns ( Lugburz ), dem Herrn der "Skullrotts" ( Slaithopp ). Dort machten wir die vielleicht außergewöhnlichste Erfahrung auf unserer großen Fahrt. Nicht nur die rauhen Umgangsformen der mir gut bekannten Orks waren eindrucksvoll, das Brüllen, Schreien und Grölen, sondern auch ihre unglaublich lauten und monotonen Trommelrhythmen und die wilden Tänze ihrer Stammesmitglieder (darunter auch ein Orkgogo ) waren unglaublich beeindruckend - hier war kein Biss der schwarzen Schlange nötig - die Orks gehorchten ganz der finsteren Natur des lidlosen Auges ! Unter lauten, ewigwährenden Trommelgetöse mussten unsere Tänzerinnen in der Enge des Zelts des Uruk- Hauptmanns und um eine brennende Feuerstätte ihr Bestes geben und stachelten damit die Uruk - Hai noch mehr an. Als Dank erhielte jede von Ihnen starkes Orkbier und wir gewannen sehr wichtige Verbündete. Das Feiern wurde zunehmend nach draußen verlagert, es wurde Sauron mit Feuer gepriesen und wir konnten müde, aber erfolgreich und zufrieden, unsere Zelte ansteuern, den Trommelwirbel der Orks noch Tage später in den Ohren.

Am dritten Tage war es soweit: der drohende Krieg brach aus und eine gewaltige Endschlacht wurde gefochten. "Perlatentia" hatte zuvor noch den einen und anderen Tanz dargeboten und so hatten wir unsere Saat gesät.

Die Endschlacht in Mythodea fiel ganz nach unseren Wünschen aus: Es wurde viel Blut vergossen, viele Taten begangen, die noch lange besungen werden und letztlich wurden die Kräfte der Finsternis besiegt - Mythodea blickte nun nicht in die Zukunft eines Reiches neben dem des lidlosen Auges und die verfluchten Kräfte des Lichts würden ebenfalls nicht gänzlich die Oberhand behalten, höchstens um einen hohen Preis. Unser Auftrag war erfüllt, wir hatten beide Seiten beeinflusst und ihre Kampfeswut gestärkt und wir hatten den Wunsch nach weiteren Tänzerinnen und Tänzen genährt, um so den Kult des lidlosen Auges still und heimlich weiter zu verbreiten.

So konnten wir unsere Zelte am nächsten Morgen früh abbrechen und bald nach Mittag die große Reise zurück in unsere Heimat antreten. Wir verabschiedeten uns herzlich, wurden eingeladen, diesen Kontinent wieder zu besuchen, denn groß war unser Einfluss auf die Geschehnisse, wenn auch geheim. Niemandem wird je unser Tun zu Ohren kommen, denn dumm sind die Völker, die mit ihren eigenen Intrigen und Taten nur zu beschäftigt sind.

Und hier sitze ich nun und schreibe dies, während HadaraH all die seltsamen und ereignisreichen Tage in Bilder verwandelt.

Möge das lidlose Auge uns reichlich belohnen.

Möge unsere Stammesmutter HadaraH ewig leben.

Mögen unsere neuen Freunde und Verbündeten sich als ebenso treu wie tapfer und kampfesmutig erweisen.

Ein Hoch auf die schwarze Schlange."

 

Ende der Aufzeichungen von Ni' karach Alalai

 

       
   
... das Lager ...
   
       
   
       
   
       
   
       
   
... unser grünes Orientzelt ...
   
       
   
       
   
       
   
.... Abendstimmung ...
   
       
   
.... Spiel mit dem Feuer ...
   
       
   
       
   
     
   
... Auf in die Schlacht ! ...
   
       
   
       
   
       
   
       
   
       
   
... seltsame Freunde haben die ! ...
   
       
   
... Ni' Karach' Alalai ...
   
    Schamane und Assassine der Haradrim  
   
       
   
... HadaraH ...
   
       
   
       
   
... der Orkbauchtanz ...
   
       
   
... nächtlicher Tribaltanz im NSC-Lager ...
   
       
   
       
   
       
   
   
   
... "Perlatentia" mit Nina in Aktion ...
   
       
   
     
   

Unser Dank gilt besonders:

Arzo und Bene für die Einladung und die Karten, ihr habt uns in die große weite Mythodea - Larpwelt eingeführt, wir sind Euch sehr dankbar, die Welt hat jetzt zwei Larpfans mehr !

Martin, Franka und Tina für die leckere abendliche Verpflegung

dem treuen und geheimnisvollen Trommler, der außerdem ausgezeichneten Tee kochen kann und die geheimen Künste des Trommelzaubers und des Würzens kennt,

Arzo, Eva, Lina und Nina. Es hat mir sehr viel Spass gemacht, mit Euch zu tribaln in einer für mich schweren Tribalphase,

dem "Rätsel" für einige Poitipps am Friedhof,

den Skullrotts für einen unvergesslichen Abend - ORKPOWER !!! We will return, Snagas !!,

Phoebe für eine nicht in Anspruch genommene Massage, ich weiß dies trotzdem zu würdigen ! Danke,

Bene für die Verleihung von Hieb- und Stichwerkzeug zur gefahrlosen Bearbeitung von Feinden,

uns zwei für gute Teamarbeit, perfektes Timing, ein wirklich entspanntes, wunderschönes Wochenende in Norddeutschland,

bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt "ConQuest of Mythodea" !

 

Weitere Informationen unter:

www.mythodea.de

www.khamsin-tribal.de

www.perlatentia.de

 

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