2. Mittelalterflohmarkt Büdingen 2004
   
   


Am 17.10.2004 fand zum 2. Mal ein Flohmarkt rund um das Thema "Mittelalter" statt, an dem wir wieder teilnahmen. Den Standplatz teilten wir uns mit Kerstin und Peter von DEN UNEHRLICHEN. Auch sie hatten eine mittelalterliche Menge angesammelt, die natürlich verkauft werden wollte. ( Den Spaß mit Euch ließen wir uns auch von ein Paar kalten Füßen nicht nehmen ).

Was nun folgt, ist der Originaltext des Online - Artikels aus dem Internet-magazin "Jungborn" von Susanne Hasecke und Joachim Cott ( die Fotos sind von Pedes Inflati ):

"Der 2. mittelalterliche Flohmarkt in Büdingen

Lydia Pracht von der Agentur Falkenflug hat diese Art Flohmarkt im Frühjahr 2004 für Büdingen ersonnen und kümmerte sich um die Organisation zum 16. Oktober 2004. Besseres Wetter hätte man ihr und den Ausstellern schon gewünscht, aber der Wettergott hatte einfach kein Einsehen.

Am Schwan wurden die Besucher des Marktes von den Gruppen Pedes Inflati und "Die Unehrlichen" begrüßt, die leider den einzigen „richtigen Flohmarktstand“ hatten. Schade für alle, dass keine weiteren Mittelalterfans ihre gebrauchten Waren zum Verkauf anboten – hoffen wir, dass sich das in 2005 ändern wird.
Pedes Inflati sind spätestens seit dem Mittelalterfest 2003 über Büdingen hinaus bekannt. Mit ihren Tänzen des Mittelalters und der Renaissance und dem Marktstand (diesmal leider ohne Arme Ritter ) gehören sie zum „Inventar“ wenn es um die Darstellung mittelalterlichen Lebens geht.
"Die Unehrlichen", das sind Till und Katharina Volpert aus Windecken. Nein, sie sind keine Betrüger, aber was es mit dem Namen auf sich hat, wird auf ihrer Page erklärt. Katharina Volpert ist Brettchenweberin, ihr Mann erstellt Kettenhemden.

 
     
 
     
 
     

 

Gleich nebenan bot die Feldbeckerey von Bäckermeister Harry Schweißhelm aus Neuwied leckere Kräuterbrote, Süßes und Herzhaftes „auf die Hand“. Die heißen Kräuterfladen mit Belag schmeckten übrigens genau so lecker, wie sie rochen.

Und auch das Beuringer Gassevolk sorgte fürs leibliche Wohl.

Leoni Carl ( Beauty Sign ) aus Mainhausen zeigte eine Auswahl ihrer handbemalten Figuren aus Flüssigkeramik, als da wären Drachen in vielen Variationen, Elfen und Gargoyle ( Dämonen ). Weiterhin boten sich dem Besucher ( Tee- )Lichtideen aus dunkelrotem Glas und durchbrochene Kerzen mit Herbstmotiv. Hierbei brennt eine Stabkerze in der Mitte langsam ab, der Rand aber bleibt bestehen, was zu interessanten Lichteffekten führt.
Beauty Sign war auf Mittelaltermarkt 2003 zum ersten Mal in Büdingen vertreten und ist seitdem regelmäßig vor Ort, so zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt 2003 im Schloss und auf dem Künstlermarkt. Sie werden auch auf dem Weihnachtsmarkt 2004 wieder bei uns sein, diesmal in der Altstadt.

Die Hoekerey bot Kleidung, Schmuck, Steine, Kerzen und Flaschen und kundige Beratung.

Chris Rogge ist eine Kräuterfrau und kommt aus Gersfeld. Sie vermittelt altes Kräuterwissen und die Baum- und Strauchkunde des Mittelalters. Die Auswahl der Materialien für Kränze und andere Gebinde fand im MA nicht so sehr nach ästhetischen Gesichtspunkten, als vielmehr nach der, den einzelnen Pflanzen zugeordneten Wirkung statt. Chris Rogge gibt dieses Wissen in Workshops weiter, wer Interesse hat, melde sich unter Tel. 06654-918959.
Ralf Dähn aus Bernsburg zeigte „Gewandung und Geschmeyde“.
Die beiden Händler werden wir hoffentlich noch öfter auf Büdinger Märkten sehen – verbinden sie doch eine ganz persönliche Beziehung zu Büdingen. Immerhin haben sie sich ja auf dem Hirschgrabenfest gefunden…

Der „Lederschmied“ Heiko Schaller aus Irsch ( an der Luxemburger Grenze ) ist gelernter Kunst- und Waffenschmied, arbeitet seit 15 Jahren in diesem Beruf. Die Lederbearbeitung begann Hobby, mittlerweile ist er auf Mittelaltermärkten ein gern gesehener Gast. Sein Angebot umfasst Armstulpen und Taschen mit Brennerei, Maßanfertigung von Lederpanzern und Schwert- und Messerscheiden.
Das Material ist 3mm dickes, ungespaltenes Rinderleder, entsprechend unverwüstlich sind die Erzeugnisse. Großer Wert wird auf naturgegerbtes Rohmaterial gelegt.
An einigen Taschen sind Hornknöpfe befestigt, bearbeitete Hornteile sind aber auch einzeln zu erwerben. Diese werden, wie auch der angebotene Schmuck, in eigener Handarbeit hergestellt.
Für die Brennerei ist Frau Schaller zuständig. Sie hat eine Auswahl entsprechender Motive, setzt aber auch die Ideen ihrer Kunden um. Ob Wappen, Fabelwesen oder Ornament, sie bringt die Vorlage auf die richtige Größe, überträgt sie auf das Leder und brennt das Motiv schließlich ein. Ein geübtes Auge und eine ruhige Hand sind für eine solche Arbeit Voraussetzung. Beides ist vorhanden, unterrichtet sie doch Kinder bis 14 Jahren im Zeichnen und der Acrylmalerei. In altersgerechten Gruppen und mit höchsten fünf Schülern lernen die Kinder etwas wirklich zu „sehen“, dann die entsprechenden Techniken zu beherrschen.

Man sieht sich – auf dem 3. mittelalterlichen Flohmarkt im Frühjahr 2005."

Autorin: Susanne Hasecke

Weitere Infos zum Thema "Mittelalter in Büdingen" unter

Jungborn Buedingen.

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